Ausstellung im IfS: Frankfurts Weg in die Industrialisierung, natürlich mit dem Gallus

Mit Dampf in die Zukunft:
„Frankfurt ist seit dem Hochmittelalter eine Stadt des Handels und des Gewerbes. Sichtbar wird das heute allein schon durch die vielen Bankenhochhäuser, die der Mainmetropole ihr Gesicht geben. Lange Zeit bestimmten Handwerkszünfte, was in Frankfurt hergestellt werden durfte und was nicht. Erst mit der preußischen Annexion entwickelte sich die Industrie in Frankfurt. Wolkenkratzer kennzeichnen ihr Bild allerdings erst seit der Nachkriegszeit.
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Auch die heute noch am markanten Schriftzug erkennbare alte Konzernzentrale der Adler-Werke im Stadtteil Gallus beherbergt heute Büros, ein Theater und eine Eventagentur. Die von Heinrich Kleyer 1885 gegründete Firma gilt als Wegbereiter der deutschen Fahrrad-, später auch der Autoindustrie. Kleyers unter dem Namen „Adler“ auf den Markt gebrachtes Fahrrad wurde zum Verkaufsschlager. Der Maschinenbauer war seiner Zeit ebenfalls voraus, als er um die Jahrhundertwende als erste Deutscher Schreibmaschinen bauen ließ.
[…]
Später wurden neue Fabrikviertel bevorzugt im Westen der Stadt angelegt, in der Nähe des 1888 eröffneten Hauptbahnhofs und in Bockenheim. Früh hatte man in Frankfurt die Bedeutung der Eisenbahn erkannt. …“

Die Ausstellung des Instituts für Stadtgeschichte vom 11.11.2014-7.06.2015 ruft in Erinnerung, wie sehr Frankfurt im Verlauf des 19. Jahrhunderts von der Industrialisierung geprägt wurde. Thomas Bauer stellt 15 zentrale Unternehmen und ihre Historie im IfS vor. Parallel zur Ausstellung ist das gleichnamige Buch von Konrad Schneider erschienen.

Ein umfangreiches Begleitprogramm ergänzt die Ausstellung. Jeweils sonntags um 15 Uhr (11. Januar, 22. Februar, 22. März, 26. April und 31. Mai 2015) veranstaltet das Institut für Stadtgeschichte Kuratorenführungen mit Thomas Bauer. Die Teilnahme an den Führungen kostet 6 Euro, ermäßigt 3 Euro. Der Eintritt in die Ausstellung, die vom 11. November 2014 bis zum 7. Juni 2015 montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und am Wochenende von 11 bis 18 Uhr geöffnet wird, ist frei.

Quelle: „Mit Dampf in die Zukunft“ – Frankfurt am Main (pia), Stefan Röttele 04.11.2014

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