Frankfurt, Feuer und Flamme für das Stadtlabor unterwegs im Gallus

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@GallusDippe, nicht nur am Valentinstag in #meinGallus in #meinFrankfurt

Jede*r ist ein Experte*in für seine Stadt!
So lautet das Motto des „Stadtlabors”, einer Ausstellungsreihe des historischen museums frankfurt seit 2010. Die Stadtlabor-Ausstellungen folgen einem partizipativen Grundgedanken, sie entstehen in enger Zusammenarbeit mit wechselnden Gruppierungen aus der Stadtgesellschaft, entsprechend wechseln die jeweiligen Ausstellungsthemen. Wenn 2016 die neuen Dauerausstellungen im Neubau des historischen museums frankfurt eröffnen, dann hat das Stadtlabor dort seinen festen Ort. Bis dahin ist es “unterwegs” und macht an verschiedenen Stationen in der Stadt Halt, im Jahr 2015 ist es unterwegs im Gallus.

Warum braucht es ein Stadtlabor?
Jeder erlebt die Stadt auf unterschiedliche Art und Weise. Für den Mitarbeiter einer Bank stellt sich Frankfurt sicher ganz anders dar als für einen arbeitslosen Jugendlichen, und für einen leidenschaftlichen Freizeit-Schwimmer sind in Frankfurt ganz andere Orte bedeutsam als für einen Museumsfan oder gar für einen Obdachlosen. Man könnte glatt sagen, dass heute viele verschiedene Frankfurts nebeneinander existieren und dass wir in vielen verschiedenen Welten leben, die nur noch wenig Berührungspunkte untereinander aufweisen.
Angela Jannelli, Kuratorin Stadtlabor unterwegs im Gallus

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Obst- und Gemüse-Anbau im Gallus – Wo, wann und was?

Vor der Besiedlung des heutigen Gallus lagen hier ausgedehnte Felder und Wiesen der umliegenden Gutshöfe, wie z.B. Gutleuthof oder Hof Rebstock. Im sich später entwickelnden Siedlungsgebiet Gallusviertel wurden dann u.a. Obst und Gemüse in den Gärten/Vorgärten angebaut. In welchem Umfang und zu welcher Zeit wurde später in den Vorgärten der Wohnsiedlungen u.a. der Hellerhof-Siedlung Gemüse angebaut? Heute finden sich neben Initiativen z.B. zum Urban Gardening noch die Kleingartenanlagen im westlichen Gallus.
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(Screenshot-Karte via www.openstreetmap.de mit Daten von OpenStreetMap – Veröffentlicht unter ODbL-Lizenz)

Für das Gallusdippe-Projekt im „Stadtlabor unterwegs“ ist interessant zu erfahren, wo und wann in den letzten ca. 120 Jahren im Gallus Obst und Gemüse angebaut wurden und heute noch oder wieder/neu angebaut werden.

Herbstküche in Frankfurt mit Grünen Bohnen im Gallus

Ein Blick in das spätsommerlich-herbstliche Gallus-Dippe
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Die Haupterntezeit für Bohnen ist von Juli bis Oktober, wir sind im warmen Oktober also noch immer in der Hauptsaison, egal ob aus dem Garten vom Markt oder dem Discounter. Kühl gelagert halten sie auch ein paar Tage aus, aber spätestens wenn die ersten Flecken auftreten ins Dippe damit. So vielfältig, wie die verschiedenen Arten der Gartenbohne sind, sind auch die Rezepte, egal ob für Salat, Suppe oder als (Haupt-)Gemüse, vegan-vegetarisch oder mit Fleischbeilage.
Wo und in welchem Umfang wurden und werden Bohnen im Gallus angebaut und genutzt? Wie immer sind wir auf der Suche nach euren Bohnen-Lieblingsrezepten aus dem Gallus.

sonnig-gelbe Chrysanthemen im Garten oder auf dem Balkon im Gallus

wenn sich schon die Sonne im trüben Herbst am Himmel nicht sehen läßt
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wenigstens strahlend gelbe Blüten in den Gärten im Gallus – ein Hingucker

Herbstküche in Frankfurt mit Kürbis-Rezepten aus dem Gallus

Der Kürbis wurde lange Zeit in Mitteleuropa als Viehfutter betrachtet, das war auch in Deutschland nicht anders. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts wurde der Kürbis hierzulande hauptsächlich zur Ölgewinnung und als Viehfutter verwendet, selten wurde er süß-sauer eingemacht, auch in Frankfurt? Wurde der Kürbis im Gallus als Küchengemüse genutzt und angebaut? Was sind Eure Kürbis-Lieblingsrezepte aus dem Gallus?
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(Foto: Birnenkürbis, Cucurbita moschata, ‚Butternut‘)

Erst in jüngerer Zeit wurde der Kürbis als vielfältiges Gemüse für die Küche (wieder-)entdeckt, wozu sicher die immer populärer werdende vegetarische und vegane Küchen beigetragen haben, aber auch die mittlerweile starke Vermarktung von Halloween. Die meisten werden vermutlich schon einmal eine leckere Kürbiscremesuppe probiert haben.

In den Nachkriegsjahren des 2. Weltkrieges wurde angesichts des Nahrungsmittelmangels der Kürbis offenbar als „Obst- und Gemüseaustausch“ betrachtet für zuvor Übliches, wie es in einem kleinem Büchlein von Walter Jenning aus dem Jahr 1948 heißt: „Kürbis als Obst- und Gemüseaustausch: Kürbisgerichte als zeitgemäße Mahlzeit“ (Selbstverl., 1948 – 8 Seiten)

Erdbeerblüten – Oktober im Gallus, Frankfurt a.M.

Spätsommerliches Sonnenwetter im Herbst im Frankfurter Gallus, die Erdbeeren blühen zum dritten Mal in diesem Jahr, hoffentlich schaffen sie es noch bis zur Ernte.
Wie verbreitet waren oder sind Erdbeeren im Gallus?
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Gärtnern im Gallus, im Vorgarten, Kleingarten oder auf dem Balkon.

Gallus-Dippe, das Dippegucker-Projekt im Stadtlabor unterwegs

Das Gallus schmeckt mir – Gallus Dippegucker
– Kochen, Essen und Eßkultur/Alltagskultur im Gallus –
– Getränke gehören natürlich auch dazu, daher auch auf Spurensuche nach Apfelweinkultur & Co. –
– wie bunt und vielfältig wurde/wird im Alltag im Gallus gekocht? –
– woher kommen/kamen die Lebens- Nahrungsmittel
und welche?
aus dem Discounter, Markt, (Vor-)Garten … ? –
– Geschichte(n) & Orte rund um die Eßkultur einst und heute –
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Projekt in Vorbereitung im „Stadtlabor unterwegs“ Gallus, Frankfurt a.M. 2015
Blog zum „Stadtlabor Gallus“: gallus.stadtlabor-unterwegs.de

Mitmachen, Infos und Unterstützung ausdrücklich erwünscht 🙂