Wie schmeckt das Gallus? Einfach mal probieren: Stadtlabor-Kochprojekt mit Kind im Gallus

Gemeinsames Kochen und Essen mit Kindern. Nachbarschaft geht durch den Magen – Kind im Gallus lädt zum Dippegucker-Projekt ein

Am Sonntag, den 5. Juli, findet im Rahmen des aktuellen Stadtlabor Gallus des Historischen Museums, ein von Dirk Schneider für Kind im Gallus initiiertes nachbarschaftliches Kochprojekt statt. Über Beteiligung in jeglicher Form würden wir uns sehr freuen! Bei Interesse bitte eine kurze Rückmeldung an kontakt@kind-im-gallus.de senden.
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  • wo/wann? 

Das Essen findet am 05.07. ab 14 Uhr in den Stadtlabor Gallus Ausstellungsräumen und Innenhof statt. Kleyerstraße 1, an der Galluswarte (ehem. BMW-Glöckler), 60326 Frankfurt am Main

  • Das Kochen:

Ab 11 Uhr. Jeder für sich oder gemeinsam. Eine Privat-Küche steht uns schon zur Verfügung, Ob das ausreicht, hängt auch von der Größe der Gruppe(n) ab. Daher bitte zum gemeinsamen Kochen unbedingt rechtzeitig melden, damit wir uns absprechen können. Wer noch seine Küche zur Verfügung stellen will, möge sich bitte melden.

  • was? Unsere Anregung ist:

Kocht mit Euren Kindern zu Hause etwas Leckeres mit Erdbeeren, Zucchini und/oder Kartoffeln als saisonalem Angebot und bringt es mit zum gemeinsamen Picknick und Probieren um 14 Uhr in die Stadtlabor-Ausstellung.

Es soll vielfältig und sehr gern international gekocht werden: Es kann eine Vor-/ -Haupt-/ oder Nachspeise sein oder auch alles, was euch und den Kindern besonders gut schmeckt und vielleicht etwas Besonderes aus Eurer Heimat ist. Wenn Euch nichts zu Erdbeer & Co. einfällt, könnt Ihr natürlich auch anderes saisonales Gemüse und Obst zum Kochen nehmen, wichtig ist, daß wir dann gemeinsam miteinander essen und die Leckereien probieren.

Vor Ort haben wir Tische und Bänke, entweder im Innenhof oder dem Veranstaltungsraum. Es wäre schön, wenn Ihr Euch kurz per Mail meldet, ob Ihr mitmachen wollt, wir würden uns sehr freuen.

Es soll auch eine Nachbarschaftsaktion von Kind im Gallus sein, d.h. jede/r von uns spricht Nachbar/innen an und ermuntert zur Teilnahme.

Also bis bald, beim Dippegucke und Probieren!

Hier weitere Infos zum Stadtlabor Gallus und Dippegucker-Projekt:
Weiterlesen

Es entwickelt sich, die Projekte im Stadtlabor Gallus in Frankfurt nehmen Gestalt an

Im lesenswerten Blog zum aktuellen „Stadtlabor unterwegs“ im Gallus berichtet Angela Jannelli über die Entwicklung der Projekte der Co-Kurator*innen und der „kuratorischen Beratung“ seit Oktober im Quäkerpavillon. Spannend und vielfältig wird sich die Ausstellung im Jahr 2015 mit ihrem Rahmenprogramm entwickeln, so wie eben auch das Gallus ist 🙂

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In ihrem Blogpost berichtet Frau Jannelli bespielhaft unter anderem auch über das GallusDippe-Projekt, welches „sich des Themas der Lebensmittelversorgung und des Kochens annimmt“: Die Projekte nehmen Gestalt an

Geplant sind Kochaktionen mit saisonalen Lebensmitteln sowie Fotos von heutigen “Frankfurter Küchen”. Die ABG beteiligt sich auch gleich mit mehreren Projekten: Sie öffnen zum einen ihre Archive für Recherchen, z.B. zu den frühreren Geschäften in den von der ABG verwalteten Siedlungen. Zur alten und neuen Hellerhofsiedlung wird es Blätterbücher geben und ein Buch über die aktuellen Sanierungsmaßnahmen. Last but not least – und wir drücken die Daumen, dass das auch wirklich klappt! – würde sie uns vielleicht auch eine original Frankfurt Küche leihen! Das wäre in tolles Pendant zu den aktuellen Küchen-Fotos von Herrn Schneider!

Von der Geschichtswerkstatt hören wir auch viel: Frau Ullrich wird ihre wunderschönen s/w-Fotos des alten Güterbahnhofs ausstellen – unvorstellbar, wenn man heute durch das neu gebaute Europaviertel fährt, das ja gerade von den neuen Bewohner in Besitz genomlmen wird! Das Ehepaar Emrich hat unsere Sammlung durchforstet und will einen Ausstellungsbeitrag zur Darstellung des Gallus auf historischen Karten beisteuern. Mit einem Teil der Industriegeschichte, nämlich der Firma Bünte & Remmler beschäftigt sich Elke Peters, die sozusagen als Gast aus Ginnheim auch bei diesem Stadtlabor unterwegs ist!

Wie das Gallus sich für Jugendliche darstellt, wird die JugendKulturWerkstatt Gallus in mehreren Projekten zeigen, die allesamt eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Stadtteil sind.

Für einen kleinen Einblick muss das vorerst reichen! Am aktuellen Stadtlabor sind noch viel mehr Personen und Initiativen als Co-Kurator*innen beteiligt als die eben genannten! Ihre Beiträge sollen hier bald auch kurz skizziert werden. In diesem Sinne: auf bald!

An dieser Stelle auch ein ganz großes DANKE an das Team des „Stadtlabors unterwegs“ im Historischen Museum für die tolle, hilfreiche Arbeit, Unterstützung und Organisation!!! 😀

Weihnachtsmarkt 2014 im Gallus

Am ersten Adventswochenende fand im Frankfurter Gallus der mittlerweile traditionelle Weihnachtsmarkt vor der Friedenskirche auf der Frankenallee statt, mehr Infos hier
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Eine schöne vorweihnachtliche Möglichkeit der Begegnung mit alten und neuen Bekannten aus allen Quartieren im Gallus, außerdem nicht so extrem überlaufen wie auf dem Römerberg und deutlich preisgünstiger (nicht nur beim Glühwein). Für das leibliche Wohl war gut gesorgt und auch das ein oder andere Mitbringsel konnte gefunden werden. Schön, daß auch an die Kinder gedacht wurde, z.B.: „Die Pferdekutsche auf dem Weihnachtsmarkt im Gallus war der Renner für die Kids, tolle Idee.“ (A.Lettkemann‎ mit Bild auf Facebook)
Fotos vom diesjährigen Weihnachtsmarkt z.B. auf frankfurt-guide24.de.

Nicht zuletzt ist so ein Weihnachtsmarkt im Stadtteil eine gute Gelegenheit der Versorgung mit weihnachtlichem Gebäck und Co. vor Ort.

Sonnenaufgang im November über dem Gallus, Frankfurt a.M.

Nach vielen trüb-grauen Tagen endlich mal wieder ein sichtbarer Sonnenaufgang über dem Gallus, bei immerhin noch +2°C.

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Den sonnigen Anblick in der Frühstückspause mit Tee oder Kaffee in der GallusDippe-Tasse genießen …

Jedes Kind hat Rechte! 25 Jahre UN-Kinderrechtskonvention

Zum Weltkindertag am 20. September und dem diesjährigen 25. Jubiläum der UN-Kinderrechtskonvention am 20. November machten UNICEF und andere auf die Kinderrechte (hier in kindgerechter Sprache) aufmerksam, mit dem Aufruf „Die Kinderrechte verwirklichen – Für jedes Kind!“ und der Forderung: Kinderrechte ins Grundgesetz
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Zusammengefaßt haben Kinder das Recht, in einer sicheren Umgebung mit gewaltfreier Erziehung, Fürsorge ohne Diskriminierung zu leben und aufzuwachsen. Sie haben das Recht auf Zugang zu sauberem Wasser, Nahrung, medizinischer Versorgung, Ausbildung, Freizeit, Spielen und auf Mitsprache bei Entscheidungen, die ihr Wohlergehen betreffen. (siehe Wikipedia: UN-Kinderrechtskonvention – 10 Grundrechte)

Insbesondere der Bereich der Versorgung von Kindern mit Wasser und Nahrung berührt das Dippegucker-Projekt im Stadtlabor unterwegs im Gallus.
Die Versorgungssituation war im Gallus in den letzten 100 Jahren starken Schwankungen unterworfen, wovon besonders auch die Kinder betroffen waren. Gegenwärtig dürfte zwar eine Grundsicherung der meisten Kinder im Gallus gewährleistet sein, die aber sicher einigen soziokulturellen Unterschieden unterworfen ist. Auch aus diesem Grund ist ein Teilaspekt im GallusDippe-Projekt die Versorgung der Kinder und der beispielhaften Dokumentation ihrer Lieblingsrezepte/-Essen früher und heute im Gallus.

Ansprechpartner im Gallus für Fragen rund um Anliegen der Kinder sind neben den örtlichen Kitas/Horten/Schulen und Kinder-/Jugendeinrichtungen/-gruppen u.a. „Kind im Gallus“ (www.kind-im-gallus.de), Kinder im Zentrum Gallus e.V. (www.kiz-gallus.de) und die Kinderbauftragte im Gallus, Frau Reukauf.

Weihnachtsmarkt im Gallus und Frankfurt

Besondere Orte der Versorgung, des Essens und des Trinkens sind in der Adventszeit die Weihnachtsmärkte. Neben dem zentralen Frankfurter Weihnachtsmarkt (26.11.–22.12.2014) finden jedes Jahr in etlichen Stadtteilen und Quartieren Weihnachtsmärkte statt, zeitlich begrenzter, da sie in der Regel von Vereinen, Initiativen und Privatpersonen veranstaltet werden.

Im Gallus findet der diesjährige Weihnachtsmarkt am Samstag, 29.11.2014 von 13-21 Uhr, und Sonntag (1. Advent), den 30.11.2014 von 11-19 Uhr, statt.
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Veranstaltet wird der Weihnachtsmarkt im Gallus vom Vereinsring Gallus e.V. und dem Gewerbeverein Gallus e.V..
Am Samstag soll der Weihnachtsmann den Kindern Geschenke bringen und am 1. Adventssonntag findet ein ökumenischer Gottesdienst statt (auch wenn es auf dem Plakat „ökonomischer“ heißt 😉 ), zudem gibt es Spielangebote für Kinder, Bastelleien, Strick- u. Häkelsachen, Suppen, Kaffee, Tee, Crepes, Sonntagsfrühstück, Cake Pups, Feingebäck, Biokaffeevariationen, Donuts, Cocktails, Bier, Glühwein, Nierenspieße, Worscht, Pilzpfanne, Kartoffelpuffer, Hamburger, Pommes, Heißer Kakao u. O-Saft, Tischdecken, Taschentücher, Weihnachtsdecken, Weihnachtsläufer, Sterne und Accessiores, Tee, Vogelhäuschen u.v.a. … Die Stände werden dabei vom Kinderhaus Gallus, Förderverein Paul-Hindemith-Schule, KGV Rebstock e.V., Die Ballermänner e.V., F.C.G. Die Kameruner e.V. 1922, Griesheimer Nasenbären e.V. u.a. betreut.

Der Weihnachtsmarkt in Frankfurt hat eine lange Tradition:
„Bis zurück zum Jahre 1393 lässt sich urkundlich belegen, dass in Frankfurt am Main an Weihnachten Märkte abgehalten wurden. Zu dem Markt fanden meist kirchliche Mysterienspiele auf dem Römerberg statt, die sich vermutlich in der Begegnung von 941 begründeten, als König Otto I. „der Große“ sich nach der Christnachtsmette mit seinem Bruder Heinrich versöhnte. Heinrich ging vor seinem Bruder vor der Pfalzkapelle, die dort stand, wo sich heute der Dom befindet, in die Knie.“ (www.frankfurt-tourismus.de)
Wie lang ist die Tradition des Weihnachtsmarktes im Gallus, wann fand hier der erste Weihnachtsmarkt statt?

Der Apfelwein-Bembel ist gerettet – ABER war er jemals in Gefahr?

Auch im Gallus wird Apfelwein getrunken, natürlich gibt es auch hier Bembel. Daher ein erster Schock und refelexartige Abwehrreaktion: „Die EU will den Bembel verbieten, typisch Regulierungswahn!“ Wagemutig würde daher jetzt die hessische Landesregierung gegen das drohende EU-Verbot kämpfen. So haben es Medienberichte zumindest suggeriert.

Doch was steckt und steckte wirklich dahinter? Zugegeben, auch ich habe mich anstecken lassen, in Vertrauen auf Seriosität der Meldungen in verschiedenen Medien. Etwas Recherche hätte hier aber auch den Medien gut getan. Denn „die Behauptung, Apfelweinkrügen wie Bembel und Viezporz drohe wegen einer EU-Richtlinie das Aus, ist falsch“:
Die besagte EU-Richtlinie für Messgeräte stammt aus dem Jahr 2004 [ist also 10 Jahre alt!!!] und läßt zudem den EU-Staaten, auch Deutschland, „freie Hand bei der Entscheidung, ob und wie sie die Vorgaben über Messgeräte anwendet“:

Den Gebrauch von Keramikkrügen für Wein oder Steinkrügen für Bier einzuschränken, wäre eine rein nationale Entscheidung und wird durch EU-Recht in keiner Weise verlangt“, sagte Reinhard Hönighaus, Sprecher der Europäischen Kommission in Deutschland. „Die EU-Regeln geben nationalen Akteuren bewusst großen Spielraum, um regionale Traditionen zu schützen. Dies ist ein gutes Beispiel dafür, dass die Europäische Union das Subsidiaritätsprinzip achtet und den Mitgliedstaaten eben keine kleinlichen Vorgaben macht.
ec.europa.eu: Bembel und Viezporz wegen EU-Richtlinie nicht in Gefahr

Stellt sich die Frage, warum jetzt/und vom wem wurde das angestoßen, 10 Jahre NACH der entsprechenden Verordnung? Warum ist diese Diskussion um das das vermeintliche EU-Bembel-Aus aufgekommen!?! Sollte in Deutschland der Bembel verboten werden? Gab es da einen Anstoß? Oder möchte sich da jemand als vermeintlicher „Retter des Bembel“ anbiedern? Im Web 2.0 nennt sich sowas übrigens HOAX (Schabernack, Schwindel, Falschmeldung, … ), ein kleines #Bembelgate um das vermeintliche #Bembelaus …

Die Geschichte der Apfelweinkultur im Gallus ist ein Teilaspekt im Dippegucker-Projekt, daher freuen wir uns über entsprechende Hinweise und Geschichten 😉