Wahnsinn! Galluswarte soll neben Wasserturm an Emser Brücke versetzt werden

Na toll, jetzt soll schon die Galluswarte versetzt werden, damit an ihrer Stelle der geplante Porsche-Design-Tower Platz findet. Ursprünglich sollte das Luxus-Wohnhaus neben dem historischen Wasserturm an der Emser Brücke gebaut werden (siehe Berichte in der Presse, z.B. FAZ, FNP u.a.). Doch nach Abschluß des Architekturwettbewerbs steht nun fest, daß „räumliche Begrenzung und komplexer Untergrund einen adäquaten Hochhausbau im vorgesehenen Baufeld nicht ermöglichen“. Das wurde quasi nebenbei bei der Vorstellung des Siegerentwurfs am heutigen 1. April bekannt gegeben (siehe www.porsche-design-tower-frankfurt.com/wettbewerb).

2015-04-01_Frankfurt-Gallus-Europaviertel-Wasserturm-Emser-Bruecke-Galluswarte-Hochhaus-Porsche-Design-Tower_GallusDippe-ds-Blog_1-April-Fakefoto
So ähnlich könnte es in einigen Jahren aussehen, Galluswarte und Wasserturm stehen nebeneinander, „wodurch die Galluswarte auch endlich ihre isolierte und schwer zugängliche Lage inmitten einer Hauptverkehrsstraße verlieren würde“ (Stadtplanungsamt).

Damit der Luxus-Wohnturm gebaut werden kann, soll also die Galluswarte versetzt werden, was nach Aussagen von Bürgermeister Olaf Cunitz, zuständig für Planen und Bauen in Frankfurt, „auch aus Denkmalschutzgründen bedenkenlos wäre“, da die Warte schon einmal im Zuge des Ausbaus der Mainzer Landstraße versetzt werden mußte. Gentrifizierung mal anders, jetzt werden schon jahrhundertealte, historische Gebäude verdrängt.
Gleichzeitig böte sich laut Cunitz die Umsetzung an, da die Verkehrsstation Galluswarte und ihr Umfeld ab 2017 komplett neu gestaltet werden sollen (siehe www.frankfurt.de). Kosten für die Stadt wegen Versetzung der Galluswarte sollen angeblich nicht entstehen, die sollen laut der Unternehmensgruppe P+B Planen und Bauen von den Investoren getragen werden. Neben der Galluswarte sollen auch das Ärztehaus und das ehemalige BMW-Glöckler-Gebäude dem Luxus-Wohnturm weichen.

Hoffentlich gibt es einen massenhaften Protest der Öffentlichkeit (nicht nur im Gallus), damit dieser Wahnsinn nicht traurige Realität wird, sondern ein Aprilscherz bleibt. Nicht nur auf die Diskussion im „Deutschen Architektur-Forum“ bin ich schon jetzt gespannt. Und nicht vergessen, Humor ist, wenn man trotzdem lacht, auch am 1. April.

– Satire –

Es entwickelt sich, die Projekte im Stadtlabor Gallus in Frankfurt nehmen Gestalt an

Im lesenswerten Blog zum aktuellen „Stadtlabor unterwegs“ im Gallus berichtet Angela Jannelli über die Entwicklung der Projekte der Co-Kurator*innen und der „kuratorischen Beratung“ seit Oktober im Quäkerpavillon. Spannend und vielfältig wird sich die Ausstellung im Jahr 2015 mit ihrem Rahmenprogramm entwickeln, so wie eben auch das Gallus ist 🙂

screenshot_2014-12_Stadtlabor-unterwegs-Gallus-Frankfurt-historisches-Museum_via-Blog-GallusDippe
In ihrem Blogpost berichtet Frau Jannelli bespielhaft unter anderem auch über das GallusDippe-Projekt, welches „sich des Themas der Lebensmittelversorgung und des Kochens annimmt“: Die Projekte nehmen Gestalt an

Geplant sind Kochaktionen mit saisonalen Lebensmitteln sowie Fotos von heutigen “Frankfurter Küchen”. Die ABG beteiligt sich auch gleich mit mehreren Projekten: Sie öffnen zum einen ihre Archive für Recherchen, z.B. zu den frühreren Geschäften in den von der ABG verwalteten Siedlungen. Zur alten und neuen Hellerhofsiedlung wird es Blätterbücher geben und ein Buch über die aktuellen Sanierungsmaßnahmen. Last but not least – und wir drücken die Daumen, dass das auch wirklich klappt! – würde sie uns vielleicht auch eine original Frankfurt Küche leihen! Das wäre in tolles Pendant zu den aktuellen Küchen-Fotos von Herrn Schneider!

Von der Geschichtswerkstatt hören wir auch viel: Frau Ullrich wird ihre wunderschönen s/w-Fotos des alten Güterbahnhofs ausstellen – unvorstellbar, wenn man heute durch das neu gebaute Europaviertel fährt, das ja gerade von den neuen Bewohner in Besitz genomlmen wird! Das Ehepaar Emrich hat unsere Sammlung durchforstet und will einen Ausstellungsbeitrag zur Darstellung des Gallus auf historischen Karten beisteuern. Mit einem Teil der Industriegeschichte, nämlich der Firma Bünte & Remmler beschäftigt sich Elke Peters, die sozusagen als Gast aus Ginnheim auch bei diesem Stadtlabor unterwegs ist!

Wie das Gallus sich für Jugendliche darstellt, wird die JugendKulturWerkstatt Gallus in mehreren Projekten zeigen, die allesamt eine künstlerische Auseinandersetzung mit dem Stadtteil sind.

Für einen kleinen Einblick muss das vorerst reichen! Am aktuellen Stadtlabor sind noch viel mehr Personen und Initiativen als Co-Kurator*innen beteiligt als die eben genannten! Ihre Beiträge sollen hier bald auch kurz skizziert werden. In diesem Sinne: auf bald!

An dieser Stelle auch ein ganz großes DANKE an das Team des „Stadtlabors unterwegs“ im Historischen Museum für die tolle, hilfreiche Arbeit, Unterstützung und Organisation!!! 😀

Das Gallus wächst und wächst und wächst …

Frankfurts Bevölkerungszahl wächst stetig und liegt seit zwei Jahren stabil bei über 700.000, genau bei 700.815 am 30.06.2014. Das größte Wachstum verzeichnet in absoluten Zahlen dabei das Gallus mit 1.007 Neubürger*innen, insgesamt mindestens 31.212 haben somit ihren Lebensmittelpunkt im Gallus. „Mindestens“ deshalb, weil das Bevölkerungs-Wachstum weitergeht und garantiert einige Menschen nicht in der Statistik erfaßt werden, die aber trotzdem dauerhaft hier im Gallus leben.
screenshot_2014-11_Frankfurt-statistik-aktuell-24-14-Bevoelkerungswachstum_Gallus-zweitgroesster-Stadtteil_via-Blog-GallusDippe
Screenshot: frankfurt statistik.aktuell 24/2014 (PDF-Datei via www.frankfurt.de)

Die Chancen stehen nicht schlecht, daß das Gallus in naher Zukunft der bevölkerungsreichste Stadtteil in Frankfurt werden wird, nicht nur wegen des weiterhin wachsenden und größten Neu-Quartiers, dem EUROPAVIERTEL – es gibt nämlich noch viele andere Neubauprojekte im Gallus, wie z.B. Lahn’sche Höfe, Alea, Adler-Quartiere und dem Groß-Bauvorhaben auf dem Avaya-Gelände (ca. 1.200 Wohnungen für 3.000 Bewohner*innen sollen auf dem Areal entstehen).

Gallus jetzt zweitgrößter Stadtteil
Aufgrund der weiterhin hohen Zahl bezugsfertig werdender Neubauwohnungen im Europaviertel ist der größte Bevölkerungszuwachs wieder im Gallus zu verzeichnen. Insgesamt 31.212 Personen haben dort ihren Lebensmittelpunkt, ein Plus von 1007 seit Jahresbeginn. Damit liegt das Gallus jetzt auf Platz 2 der bevölkerungsreichsten Frankfurter Stadtteile. Weiterhin unangefochten auf dem ersten Platz bleibt Bockenheim mit 36 935 (+211) Frankfurterinnen und Frankfurtern. Die höchste Wachstumsrate weist nach wie vor Kalbach-Riedberg mit einem Zuwachs von 6,8 % auf.
frankfurt statistik.aktuell 24/2014
(PDF-Datei via www.frankfurt.de)

Sojaschnitzel statt Steak, Hafermilch statt Kuhmilch: Frankfurt ist Hessens vegane Hauptstadt … auch im Gallus?

HR-online berichtet über den Trend zum veganen Essen in Hessen, speziell in Frankfurt, gilt das auch für das Gallus? Wie sieht es mit veganer Kost im Gallus aus? Befördert das Europaviertel diesen Trend auch im Gallus?

Fleischlos glücklich? – Hessens vegane Hauptstadt
„Sojaschnitzel statt Steak, Hafermilch statt H-Milch: In kurzer Zeit haben sich in Frankfurt mehrere Läden und Lokale für Veganer etabliert. Der Trend zum Verzicht auf Tierprodukte macht sich für sie bezahlt.“
hr-online.de 30.07.2014